Im Herzen von Soest, einer malerischen Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, befindet sich das faszinierende Haus Kuhfuß. Dieses historische Gebäude ist ein Zeugnis der architektonischen Meisterleistung und der bewegten Geschichte der Region. Auch bekannt als Haus Husemeyer, zieht es Besucher mit seiner einzigartigen Mischung aus Renaissance-Charme und umstrittenen historischen Elementen in seinen Bann.
Die Ursprünge des Haus Kuhfuß reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, wobei sein Name, „Der Kuhfuß“ oder „pes bovis“, seine lange Präsenz in Soest widerspiegelt. Das Gebäude, das Besucher heute bewundern, wurde ursprünglich um 1540 von der wohlhabenden Familie Kickert errichtet. Dieses Renaissance-Juwel war ein typisches Kaufmannshaus mit einem geschäftigen Laden im Erdgeschoss, Wohnräumen darüber und einem geräumigen Dachboden zur Lagerung.
Doch die Geschichte des Hauses verlief nicht ohne Herausforderungen. Während des Zweiten Weltkriegs, in der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1940, wurde das ursprüngliche Fachwerkgebäude durch britische Brandbomben vollständig zerstört. Dieses Ereignis markierte den ersten Brandbombenangriff auf eine deutsche Stadt und wurde landesweit für Propagandazwecke genutzt.
1941 wurde das Haus Kuhfuß im Rahmen des Heimatsschutzprogramms des NS-Regimes wieder aufgebaut. Das neue Design behielt zwar seine historische Fassade bei, integrierte jedoch umstrittene Nazi-Symbole und Propagandaverzierungen, die die ursprünglichen dekorativen Motive ersetzten. Die Schnitzereien, entworfen vom Künstler Fritz Viegener, zeigten Themen wie „militärischer Geist“ und „mütterliche Hingabe“, enthielten jedoch auch subtile Proteste gegen das Regime.
Unter diesen Schnitzereien bleibt ein besonders umstrittenes Symbol erhalten—ein Hakenkreuz, das Diskussionen über seine Erhaltung ausgelöst hat. Trotz öffentlicher Proteste wurde das Symbol als historisches Dokument beibehalten, später jedoch mit brauner Farbe übermalt, um seine Wirkung zu mindern. Eine Informationstafel klärt nun Besucher über die komplexe Geschichte des Gebäudes auf.
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Der architektonische Reiz des Haus Kuhfuß liegt in seinem exquisiten Fachwerk und den dekorativen Schnitzereien, die seine Fassade zieren. Der südliche Giebel, der das unverwechselbare Emblem des Hauses—a calf's foot—zeigt, erinnert an seinen historischen Namen. Die kunstvollen Schnitzereien umfassen auch Tierkreiszeichen, Alltagsszenen und Wappensymbole alter Soester Familien und bieten einen Einblick in die Vergangenheit.
Über ein Jahrhundert lang beherbergte das Gebäude die renommierte Metzgerei der Familie Husemeyer, ein Zeugnis seiner Rolle als Handelszentrum in Soest. Der Name Haus Husemeyer bleibt bestehen, auch nachdem das Geschäft 2013 geschlossen wurde, und hinterlässt ein Erbe, das eng mit der Geschichte der Stadt verbunden ist.
Heute hat das Haus Kuhfuß ein neues Kapitel als asiatisches Restaurant aufgeschlagen, das moderne kulinarische Genüsse in seinem historischen Ambiente bietet. Besucher können eine Mahlzeit genießen, umgeben von Jahrhunderten Geschichte, was ein wirklich einzigartiges kulinarisches Erlebnis schafft.
Trotz seiner umstrittenen Elemente steht das Haus Kuhfuß als geschütztes Denkmal, anerkannt für seine architektonische und historische Bedeutung. Es bietet einen Blick in die Vergangenheit und lädt Besucher ein, über das komplexe Zusammenspiel von Geschichte, Erinnerung und Identität nachzudenken.
Ein Besuch im Haus Kuhfuß ist eine Gelegenheit, das reiche Geschichtsgeflecht von Soest zu erkunden. Während ihr durch die malerischen Straßen der Altstadt schlendert, lockt euch die markante Fassade des Gebäudes mit Geschichten von Widerstandskraft und Wandel. Ob ihr Geschichtsinteressierte oder neugierige Reisende seid, das Haus Kuhfuß verspricht ein spannendes und zum Nachdenken anregendes Erlebnis.
Abschließend ist das Haus Kuhfuß mehr als nur ein Gebäude; es ist ein Symbol für den unerschütterlichen Geist von Soest und eine Erinnerung an die Komplexität der Geschichte. Seine Wände, gezeichnet mit Geschichten der Vergangenheit, laden euch ein, in eine Erzählung einzutauchen, die sich weiter entfaltet und es zu einem unverzichtbaren Halt auf eurer Reise durch Soest macht.
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